Amitriptyline over age 65

Viele befürchten etwa, von den Antidepressiva abhängig zu werden oder sich in ihrer Persönlichkeit zu verändern. Meistens verschwinden die Nebenwirkungen nach wenigen Wochen ganz, während die Wirksamkeit im ersten Vierteljahr zunimmt und dann erhalten bleibt. Antidepressiva fangen meist erst nach 2 Wochen an zu wirken, manchmal dauert es 4 Wochen bevor eine Wirksamkeit erkennbar ist. Noch länger kann amitriptyline over age 65 dauern, falls das Medikament wegen mangelnder Wirksamkeit gewechselt werden muss.

Wenn sich die depressive Symptomatik gebessert hat oder abgeklungen ist, darf das Antidepressivum nicht sofort abgesetzt werden, es besteht sonst eine hohe Rückfallgefährdung. Je schwerer eine Depression ist, umso eher muss sie auch mit Medikamenten behandelt werden. Mittelschwere und schwere Depressionen sollten grundsätzlich medikamentös behandelt werden. Leichte depressive Störungen lassen sich oft genauso gut rein psychotherapeutisch oder mit einem Johanniskrautpräparat behandeln. Kranken sprechen innerhalb von sechs Wochen auf die Pharmakotherapie an. Psychostimulanzien, oder atypischen Antipsychotika den Wirkungseintritt und den Prozentsatz der Patienten bei denen eine Wirkung eintritt erhöhen, man nennt dies Augmentation. Bei beispielsweise hohem TSH Wert kann aber eine Schilddrüsenhormonbehandlung auch bei noch normalen Schilddrüsenhormonen sinnvoll sein.

Eine jetzt veröffentlichte Metaanalyse ging noch einmal der Frage nach ob eine Prophylaxe mit Antidepressiva das Risiko eines Rückfalls in die Depression verringert. Dabei haben die Autoren Studien unter die Lupe genommen die hohen Qualitätsstandards genügten. Wie Antidepressiva wirken ist weiter unbekannt, ob die Wirkung an der Synapse mit Wiederaufnahmehemmung entscheidend ist, oder andere längerfristige, adaptive Veränderungen, insbesondere das neue Wachstum von Zellen im Hippocampus dem therapeutischen Effekt zu Grunde zu liegen, ist weiter unklar. Antidepressiva verändern auch langfristig die Funktion und Struktur der Synapsen, möglicherweise liegt hier eher die Erklärung für ihre anhaltende Wirkung. Manche Nebenwirkungen können aber auch erwünscht sein. Eine Sedierung ist beispielsweise bei Schlafstörungen und Unruhe erwünscht, bei im Vordergrund stehender Antriebsstörung meist nicht erwünscht, kann aber auch hier wenn gleichzeitig Suizidalität vorliegt, erwünscht sein. Eine neue nicht industrieabhängige Metaanalyse verglich die Ergebnisse von Vergleichsstudien zu 12 neueren Antidepressiva.

Trotz aller Vorurteile sind Antidepressiva auch Dank der besseren Verträglichkeit Massenmedikamente geworden. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Verordnungszahl fast verdreifacht. In England macht man sich bereits Sorgen um die „heimliche Massenmedikation über das Trinkwasser“. Trinkwasser nachweisbar, allerdings soweit verdünnt, dass Nebenwirkungen bei „Wassertrinkern“ nicht zu befürchten sind. Die Qualität der Studien zu Antidepressiva lässt weiter zu wünschen übrig. Die Studien sind meist zu kurz, Studienpatienten nicht unbedingt vergleichbar zu Patienten die in der Praxis üblicherweise Antidepressiva bekommen. Nach Untersuchungen sind Studienpatienten in der Regel gesünder und haben weniger zusätzliche psychische Störungen als die Patienten die in der Praxis behandelt werden, bzw.

Medikamentenstudien haben einen Vorteil in der vergleichsweise guten Berichterstattung über Nebenwirkungen. Solche werden bei Studien zu Psychotherapien meist gar nicht diskutiert. Dass mit gravierenden Nebenwirkungen auch in der Psychotherapie zu rechnen ist, ist hingegen unzweifelhaft. Dies gilt in der somatischen Medizin sogar für Operationen, auch dort wird in der Publikation von Studien wenig Wert auf den Bericht über Nebenwirkungen gelegt. Antidepressiva ersetzen nicht die ärztliche Zuwendung das Gespräch und die Überwachung hinsichtlich Suizidalität. Es ist unzweifelhaft, dass die Mitarbeit bei der Behandlung von der Aufklärung Patienten und Angehörigen hinsichtlich der möglichen Nebenwirkungen, der Wahrscheinlichkeit des Erfolges und dem Zeitpunkt des zu erwartenden Erfolges einer medikamentösen Behandlung abhängt. Eine Untersuchungen zeigen, dass die Psychotherapie von der Bevölkerung, unabhängig von der Diagnose, als Behandlungsmethode psychiatrischer Erkrankungen lieber gesehen wird.