Micardis 40 plus

Micardis ist ein Blutdrucksenker des Herstellers Boehringer Ingelheim aus der Klasse der sogenannten Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten. Er enthält den Wirkstoff Temisartan und wird zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen angewendet. Hierfür müssen Sie sich lediglich anmelden und über einen Fragebogen die Micardis 40 plus der Ärzte beantworten.

Unsere Ärzte entscheiden daraufhin, ob Sie ein Rezept ausstellen können. Er dockt anstelle des körpereigenen Angiotensin II an den Angiotensin-II-Rezeptor an. Normalerweise werden die Gefäße durch die Wirkung von Angiotensin II eng gestellt, was zu einer Steigerung des Blutdrucks führt. Außerdem bewirkt Angiotensin II, dass die Elektrolyte Natrium und Kalium im Körper zurückgehalten und damit nicht ausgeschieden werden. Dadurch verbleibt mehr Wasser im Körper, was wiederum zu einer Steigerung des Blutdrucks führt.

Telmisartan in Micardis blockiert die Wirkung von Angiotensin II am Angiotensin-II-Rezeptor und hat dort eine relativ lang anhaltende Wirkung. Es bewirkt dadurch vor allem eine Erweiterung der Gefäße und damit einen Abfall des Blutdrucks. Der Wirkstoff hat aber auch einen Einfluss auf die Elektrolytausscheidung und auf die Anhäufung der Blutplättchen. Diese Kombination ist als Micardis Plus erhältlich. Für Patienten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird eine Dosierung von 80 mg Telmisartan plus 12,5 mg HTC täglich empfohlen.

Sollten bereits Störungen der Leberfunktion vorliegen, dürfen nicht mehr als 40 mg Micardis pro Tag eingenommen werden. Die Micardis-Tabletten sind teilbar, sodass auch jeweils nur die Hälfte der Tablette eingenommen werden kann. Es kann nur in Apotheken nach Vorlage eines durch einen Arzt ausgestellten Rezeptes erworben werden, da Komplikationen in sehr seltenen Fällen schwer Verläufe annehmen können. Daher ist es wichtig, dass ein Arzt die Notwendigkeit der weiteren Einnahme überprüft und bei wichtigen Kontraindikationen gegen die Einnahme gegebenenfalls ein anderes Medikament verschreibt. Wann darf Micardis nicht eingenommen werden? Micardis darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen den Wirkstoff Temisartan oder gegen einen der anderen Inhaltsstoffe der Tablette besteht. Da Micardis in der Leber verstoffwechselt wird, darf es auch nicht bei schweren Leberfunktionsstörungen, beispielsweise durch Gallengangsobstruktion oder Cholestase eingenommen werden.

Micardis darf auch nicht ab dem vierten Monat einer bestehenden Schwangerschaft eingenommen werden, da es dem Embryo schadet. Es wurden teilweise fetale Nierenfunktionsstörungen, aber auch Totgeburten bzw. Tod in der Neugeborenenperiode unter der Anwendung von Blutdrucksenkern der gleichen Klasse beobachtet. Daher sollte in der Schwangerschaft auf besser verträgliche und besser untersuchte Substanzen wie Alpha-Methyldopa oder Metoprolol zurückgegriffen werden. Wann muss bei der Einnahme von Micardis besonders beachtet werden? Wenn eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt, sollte Micardis nur vorsichtig eingenommen werden, da es hier besonders häufig zu Störungen des Elektrolythaushalts, vor allem von Kalium, kommen kann. Diese müssen durch regelmäßige Blutentnahmen überprüft werden.